Polyester

Alles über Polyester und wie du es richtig pflegst

Was ist Polyester?

Polyester wurde in den 1940er Jahren entwickelt. Der Stoff galt schon damals als wahres Wunder, weil er einerseits so pflegeleicht und widerstandsfähig und trotzdem so unglaublich günstig war. 

Nach und nach wurden immer mehr Kleidungsstücke aus synthetischen Fasern hergestellt, sodass mittlerweile über 70% der neu produzierten Kleidung aus synthetischen Fasern besteht. Das macht Polyester zum dritthäufigsten genutzten Plastik weltweit.


Eine Gefahr für Umwelt und Gesundheit

Polyester spielt eine maßgebliche Rolle bei der Produktion von Mikroplastik. Wenn Kleidungsstücke aus Polyester oder anderen synthetischen Materialien gewaschen werden, lösen sich kleine Partikel und gelangen in Gewässer. Studien wie die zu Mikroplastik in den Ozeanen der IUCN aus dem Jahr 2017 zeigen, dass bis zu 35% der Verschmutzung durch Mikroplastik auf synthetische Textilien zurückzuführen ist.


Wie wasche ich also synthetische Stoffe wie Polyester?

Für einzelne Teile, wie spezielles Outdoor Equipment lohnt sich ein genauerer Blick auf Polyester. Diese werden in ihrem Leben nur wenige Male gewaschen. Zudem ist Polyester als Material nützlich wegen seiner Strapazierfähigkeit und langlebig.

 

1. Selten waschen

Grundsätzlich sollte Polyester nicht mehr mit Wasser in Berührung kommen. Jede Wäsche reibt Fasern ab und spült unzählige Mikroplastik Partikel in den Wasserkreislauf. Je weniger wäschen, desto besser.

  • Kleidung nur waschen, wenn sie wirklich schmutzig ist

  • Lüften statt Waschen (besonders bei Sport- oder Outdoorjacken nach kurzer Nutzung)

  • Flecken punktuell behandeln

 

2. Niedrige Temperaturen & Schonwaschgang

Hohe Temperaturen dehnen die Moleküle aus. So verliert die Faser an Spannkraft und das Gewebe geht kaputt. Zudem verursachen Wärme und mechanische Reibung mehr Faserabrieb, was die Mikroplastik Belastung deutlich erhöht.

  • maximal 30 °C

  • Schonwaschgang mit geringer Schleuderzahl

 

3. Flüssigwaschmittel verwenden

Waschpulver kann die Oberfläche aufrauen, daher empfiehlt sich, lieber sanftes flüssiges Waschmittel zu verwenden. Weichspüler schwächt die Fasern zusätzlich.

4. Trocknen

Der Trockner verursacht zusätzlichen Faserabrieb. Daher solltest du deine Polyester Teile lieber hängend an der Luft trocknen lassen.


Fazit

Du solltest komplett auf den Kauf von neuem Polyester verzichten. Wenn du für einen speziellen Zweck ein Kleidungsstück aus Polyester brauchst, kannst du dir auf dem Second Hand Markt günstig hochwertige Markenkleidung kaufen. Mit der richtigen Pflege hält dir das Teil ein Leben lang und du verringerst gleichzeitig den Zulauf von Mikroplastik in den Wasserkreislauf. 

Eine weitere Möglichkeit, Polyester zu reduzieren, ist Upcycling. Mischgewebe kann in Gegenständen verarbeitet werden, die nicht mit Wasser in Berührung kommen. Ausgediente Einzelteile können zu einem neuen, funktionalen Upcycling-Teil zusammengesetzt werden. Bei chvnge verarbeiten wir nur hochwertige Polyester Teile, die speziell zu funktionaler Kleidung weiterverarbeitet wird. Gleichzeitig arbeiten wir an Lösungen, um Polyester komplett aus dem Verkehr zu ziehen.

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