Baumwolle

Was ist Baumwolle?

Baumwolle ist eine der beliebtesten Naturfasern. Kein Wunder, die Menschen nutzen sie schon seit tausenden von Jahren, um Kleidung herzustellen. Heute verwenden wir Baumwolle häufig für Denim, T-Shirts und Heimtextilien und mischen sie mit synthetischen Fasern, um ihre Eigenschaften zu verändern.


Eigenschaften von Baumwolle

Vorteile

  • angenehmes tragegefühl auf der Haut

  • pflegeleicht

  • widerstandsfähig

  • atmungsaktiv


Nachteile:

  • geringe elastizität

  • knitteranfällig

  • trocknet lange

  • hoher Wasserverbrauch im Anbau

  • Pestizide im Anbau


Baumwolle richtig waschen


Grundsätzlich sollten deine Kleidungsstücke so wenig wie möglich gewaschen werden, da jeder Waschgang dein Kleidungsstück abnutzt. Außerdem gelangt durch die Wäsche von Mischgewebe mit synthetischen Fasern Mikroplastik in unseren Wasserkreislauf. Baumwolle selbst bietet jedoch ein angenehmes Tragegefühl auf der Haut, ist pflegeleicht und strapazierfähig. Darum kann Baumwollkleidung gut in der Waschmaschine gewaschen werden. Durch die falsche Pflege kann jedoch auch die Baumwollfaser Schaden nehmen. Es lohnt sich vor jeder Wäsche einen Blick auf das vorhandene Pflegeetikett.

Nur die wenigsten Kleidungsstücke bestehen aus 100% Baumwolle. Auch Denim besteht aus Baumwolle. Wie man Denim richtig pflegt, erfährst du hier.  Kleidung, die aus gemischtem Gewebe besteht, sollte nicht heißer als 40 Grad gewaschen werden, da sich die Kunststofffasern durch Hitze ausdehnen und reißen können.


Die Schattenseite von Baumwolle


Der Anbau von Baumwolle ist sehr wasserintensiv, was die Böden austrocknet und unfruchtbar macht. Zudem werden toxische Chemikalien zur Insektenabwehr eingesetzt, die gesundheitliche Folgen für die  Menschen haben, die sie einsetzen und sie belasten das Grundwasser in der Gegend. Baumwolle wird meist in Gebieten mit warmem Klima um den Äquator angebaut und dann zur Weiterverarbeitung in die ganze Welt verschifft.

Bio-Baumwolle als Alternative?


Bio-Baumwolle ist deutlich schonender für die Umwelt als konventionelle Baumwolle. Im Anbau von Bio-Baumwolle werden keine synthetischen Chemikalien gegen Pestizide und keine künstlichen Dünger eingesetzt. So werden die Gesundheit der Landwirte und die Gewässer weniger belastet. Zudem gibt es in den Gebieten eine größere Artenvielfalt.

Trotzdem werden beim Anbau nach wie vor Unmengen an Wasser verbraucht, was in besonders trockenen Gebieten weiterhin ein Problem bleibt.


Baumwolle richtig waschen:

 

Temperatur

Weiße Baumwolle: bis zu 60 °C bei starker Verschmutzung

Bunte Baumwolle: 30 – 40 °C

Kleidung mit Druck: 30 °C, Schonwaschgang

Mischgewebe mit synthetischen Fasern: max. 40 °C

Waschmittel

leichtes Vollwaschmittel für weiße Kleidung

Colorwaschmittel für Bunte wäsche um ausbleichen zu vermeiden

Feinwaschmittel für empfindliche Teile


Sortieren

Nach Farben trennen (weiß, hell, dunkel)

Stark verschmutzte Kleidung separat waschen


Fazit

Baumwolle ist eine Naturfaser. Allein das macht sie um Welten besser als synthetische Fasern. Naturfasern sind biologisch abbaubar, synthetische Fasern würden Jahrhunderte brauchen, um völlig abgebaut zu werden. Jede Art von großflächigem Baumwollanbau hat Folgen für die Anbauregion. Im Upcycling-Prozess wird Baumwolle gereinigt und veredelt. Das macht die Baumwolle wieder haltbar. Upcycling Kleidung aus Baumwolle zu kaufen verringert die Nachfrage nach neuer Baumwolle.

 

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